Portrait Moshe Feldenkrais

 

"Wenn du weißt was du tust, kannst du tun was du willst"

Moshe Feldenkrais

 

Zur Feldenkrais-Methode


Sie wurde von Dr.Moshe Feldenkrais (geb.1904 in der Ukraine) entwickelt. Er studierte in Paris Physik, Mathematik, Maschinenbau und Elektrotechnik, graduierte zum Dr. der angewandten Physik und forschte gemeinsam mit Irene Joliot-Curie und Frédérik Joliot zusammen an der Sorbonne in der Atomforschung. Gleichzeitig interessierte er sich als einer der ersten Europäer für asiatische Kampfkünste und trug deshalb auch als erster Europäer den schwarzen Gurt im Judo und gründete den ersten Judoclub. In seinem Buch: Inner Judo legt er bereits den Grundstein für seine Forschungsarbeit über neurophysiologische Zusammenhänge von Muskulatur und Psyche. Seine Arbeit kann man auch deshalb als ganzheitlich betrachten, weil sie immer von der lebendigen Organisation verschiedener Aspekten des Menschseins ausgeht.


Seine Erfahrung als Sportler und besonders als Judoka zeigte ihm, dass Bewegung die funktioniert, von Leichtigkeit, Eleganz und Anstrengungslosigkeit geprägt ist. Einer der Grundsätze seiner Methode ist es jede Bewegung so leicht, so einfach und mit so wenig Kraftaufwand wie möglich zu organisieren.

Wenn die Bewegung nicht leicht ist, stimmt etwas noch nicht.

Weniger ist mehr. Weniger Anstrengung ist mehr Aufmerksamkeit.


Bewußtheit durch Bewegung


Er selbst betrachtete seine Methode nicht als Körpertherapeutische Arbeit, sondern als Lernmethode. Alle Bewegungen werden sehr langsam, forschend und aufmerksam durchgeführt. Dadurch gibt es neue Impulse im Gehirn die ein (wieder)erlernen von gesunden, stimmigen und feinen Bewegungsabläufen ermöglicht.

Ausgehend davon, dass die Muskulatur hauptsächlich Bewegungen nach dem Bild daß das Gehirn von der Bewegungssequenz hat ausführt. Die Kommunikation zwischen Gehirn und Muskulatur, Bändern und Sehnen wird durch das Nervensystem gewährleistet. Nur wenn das Bewegungsbild im Gehirn verbessert wird, kann sich auch die Bewegung verändern. Achtsam ausgeführte Bewegungen in ungewöhlichen Kombinationen regen uns an entweder alte Gewohnheiten, sogar Schmerzmuster, aufzugeben und einen neuen Weg zu finden uns leichter durch die Welt oder am Pferd zu bewegen.


Für Reiterinnen ist es eine wunderbare Möglichkeit sowohl ihren Sitz, die Hilfengebung, aber auch die Bewegung am Boden gemeinsam mit ihrem Pferd neu zu entdecken. Eine entspannte, aufgerichtete Reiterin schwingt auf eine andere Art mit der Bewegung ihres Pferdes. So können besonders Verspannungen die das Pferd durch steifes, unbalanciertes Sitzen erlernt hat wieder gelöst werden.